
Wir trafen uns auf einer Karaoke-Party das erste Mal,
ihre Augen glitzerten, ihr Lächeln sprach Bände,
sie war wunderbar, nach Blumen duftete ihr Haar.
Wir lebten und liebten eine lange Zeit,
Monate verstrichen,
uns hielt viel zusammen, stellenweise waren wir entzweit.
Wir waren uns gedanklich sehr nah,
doch räumlich sehr fern,
der Spagat dazwischen ist schnell erklärt.
Eine Fernbeziehung, wie man kurz erfährt.
Die Wochenenden des Glücks sind die Highlights der Woche,
dazwischen vertreib ich mir die Langeweile, indem ich koche.
Die räumliche Trennung, sie weilt nun schon lange Zeit,
doch fürs Zusammenziehen bin ich noch nicht bereit.
Zuviel wär´s, wenn man sich sieht allzeit.
Nun kommen noch unglücklich viele, schlechte Bedingungen hinzu,
dadurch bedingt, endete diese Liebe im Nu.
So schnell wie sie begann, war sie zu Ende,
das Glück kam und machte eine Wende.
Vom Chaos des Streits,
von der Gesellschaft und Zwängen wurden wir entzweit.
Weißt du, weshalb ich etwas Nettes erwartet hatte? "sie war wunderbar, nach Blumen duftete ihr Haar" ... das hätte eine satirisch heitere Auflösung vorbereitet. Der Stoff gibt es auch her. Ganz im Unreinen: Nachdem ich sie alle Tage hatte, da gabs nur noch Eintopf auf der Matte. Sie wurde für mich das nackte Grauen, dem Duft der Haare ist nicht zu trauen...